2017-01/02 Gerüstbau ohne Vorwarnung, ein Sub-Unternehmer zum schämen & alleine gelassen im Sturm

Mit der Fertigstellung des Erdgeschosses wurde auch rund um das Haus das Gerüst für die Außenarbeiten aufgebaut. Da wir an zwei Seiten des Grundstücks Grenzbebauung mit unserer Garage haben leider auch auf dem Grundstück von zwei Nachbarn. Das war uns und auch Wolf-Haus seit Beginn der Planung im September 2015 klar. Doch selbst wenn die Pläne von Wolf-Haus gemacht, der Keller von Wolf-Haus gebaut und der Wolf-Haus-Bauleiter (wie zig andere Wolf-Haus-Kollegen vorher auch) bereits vor Ort war, kann es anders kommen als man denkt:

  • Anruf vom Bauleiter: Können wir das Gerüst auf den Nachbargrundstücken aufbauen?
  • Gegenfrage vom Bauherrn: Lassen Sie mich die Nachbarn vorwarnen. Wann möchten Sie denn aufbauen?
  • Antwort: Heute, also in 45 Minuten.

Vorausschauende Planung, Koordination sowie Abstimmung mit dem Bauherrn? Fehlanzeige. Und das Sahnehäubchen? Das Gerüst wurde so aufgebaut, dass es dem Nachbarn MITTEN in der Satellitenschüssel steht. Gesagt geschweige denn gefragt hat natürlich keiner vorher – oder auch nachher. Das darf der Bauher im Nachgang schon selber heraus finden (und dem Nachbarn unvermittelt Rede und Antwort stehen).

Damit stellen sich dann folgende Fragen:

  • Kann oder will man bei Wolf-Haus nicht vorausschauend planen?
  • Ist es Wolf-Haus völlig egal, wie der Bauherr mit seinen Nachbarn zurechtkommt, frei nach dem Motto: ich habe einen Vertrag ein Haus zu bauen, was interessiert mich der Bauherr bzw. gar seine Nachbarn…?

Und dann noch ein Wörtchen zu den Gerüstbauern: ein Sub-Unternehmer, bei dem die osteuropäischen Zuarbeiter wirklich übel behandelt werden. Zwei junge (deutsche) Vorarbeiter haben gegenüber ihren Kollegen einen Ton an den Tag gelegt, dass man sich wirklich Sorgen um den Eindruck in der Nachbarschaft machen und eigentlich schämen musste. Also Rückmeldung an die Bauleitung gegeben mit der Bitte dies umgehend abzustellen (mehr dazu später).

Mit dem Abschluss des Erdgeschosses wurde dieses dann mit einer Plane abgedeckt – schließlich hat der Wetterbericht einen ordentlichen Sturm vorhergesagt. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen? – kam es wie es kommen musste: die Plane hielt nicht und flog in hohem Bogen gegen das Gerüst. Letzteres hielt zum Glück, sonst wären 80qm schwere Baufolie in das Nachbarhaus und die dortigen Scheiben gekracht.

Nachdem der Bautrupp für diese Woche schon abgereist war, blieb nichts anderes übrig als das der Bauherr und seine Frau die Folie bei strömenden Regen und weiterhin heftigem Wind selbst einfängt und auf dem Dach hin- und her rutschend mit Brettern fixiert (was dann übrigens den gesamten Sturm hielt).

Rückmeldung von Wolf-Haus: „war gut, dass Sie das abgedeckt haben…“

*ohneWorte*

8 Gedanken zu „2017-01/02 Gerüstbau ohne Vorwarnung, ein Sub-Unternehmer zum schämen & alleine gelassen im Sturm

  1. Hallo liebe Häuslebauer,
    Wir lesen mit großem Interesse Eure Blogs. Mittlerweile beschäftigt sich eine Anwältin mit unserem Fall- wir bauen (leider) auch mit Wolf-Haus aus Burkhardroth. Von vielen Versprechungen und Preisabsprachen wird nichts eingehalten und nun soll das ganze Projekt nochmal um einen fünfstelligen Betrag steigen, weil man noch eine Zusatzleistung für den KfW erbringen muss. Wir sind schockiert. Dachten, alles wäre klar.
    In der Hoffnung, dass es nach dem ganzen. Bürokrat mit dem Beginn des Hausbaus besser wird, finden wir bei Dir weitere Bestätigungen, dass wir hier nicht das kaufen, was wir uns an Qualität & Loyalität wünschen.
    Nun denken wir darüber nach, das Ganze abzubrechen…
    vielleicht können wir uns privat über Mail verständigen. Was würdet Ihr raten?
    Viele liebe Grüße

    1. Wir bauen leider auch mit Wolf-Haus (Burkhardroth). Wir haben im Februar letzten Jahres (2016) den Werkvertrag unterschrieben. Alles wurde von der Firma und unserem ach so tollen Ansprechpartner (Achtung Ironie!) sooo weit herausgezögert, wie es nur ging. Jetzt Stand Juli 2017 steht der Rohbau ohne Trockenbau, ohne Fassade und momentan passiert seit 2 Wochen mal gar nichts. Die Firma vertritt die Vogel-Strauß-Taktik. 100x nachfragen und man erhält nur ausreden. Die zuständige Person hat gerade Urlaub, es schneit, das Telefon ist kaputt… würde mich gerne austauschen mit Bauherren, die ebenfalls schlechte Erfahrungen mit Wolf-Haus gemacht haben, gerne auch per Mail.

  2. Ohweiohweih, das ist leider spannender als sich jeder Bauherr wünscht. Ich hoffe, dass es im weiteren Verlauf besser wird und alles zu einem guten Ende kommt, auch wenn der Kommentar von Baumaus kein gutes Licht auf euren Auftragnehmer wirft.

  3. Muss man sich große Sorgen machen? Seit 40 Tagen kein neuer Post, bei euch scheint es hoch her zu gehen. Würde mich über ein Update freuen und halte euch weiter die Daumen.

    Gruß
    John

  4. Oh, ohhhhhh. Anscheinend habt ihr andere Herausforderungen als einen Baublog zu führen. Viel Erfolg dabei. Vielleicht findet ihr ja irgendwann die Kraft und Zeit einen Post zu erstellen was so alles passiert ist.

    Gruß aus Berlin,
    John

  5. Hallo,
    Wir sind auch gerade dabei mit Wolf-Haus zu bauen und machen in der Planungsphase nur schlechte Erfahrungen. Unter anderem sind viele Anforderungen, die wir bereits von Anfang an geäußert hatten, waren dann im Angebot, dann doch nicht reingerechnet, sondern verursachen im Nachhinein horrende Zusatzkosten.
    Falls dies noch jemand von den Kommentatoren oder dem Blog-Ertseller liest, wären wir sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert.
    Viele Grüße

    1. Hi, wir sind aktuell kurz vor möglicher Vertragsunterschrift und sind sehr zufrieden und fühlen uns sehr gut beraten. Natürlich kann das subjektiv sein, am Berater liegen oder war im schlimmsten Fall bei Euch genauso und das Drama ging erst danach los.

      Daher würde mich mal interessieren wie es dann weiter ging. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hausbau komplett reibungslos abläuft, habe bisher die Firma Wolf aber als sehr menschlich empfunden, weswegen mich manch Kommentare sehr negativ überraschen.

      Daher gerne persönlich per Mail weitere Infos und Austausch.
      ****@****.***

      1. Guten Abend Andreas, das Gefühl kann ich bestätigen. Vor Vertrag war alles möglich. Nach Vertrag (insbesondere nach Ablauf der Widerruffrist) ging es dann los. Ich komme nicht dazu, das Blog wirklich noch zu vervollständgen – soviel ist inzwischen leider vorgefallen.

        Letztlich liegt es – trotz mehrfachen Abstimmungen, Baugutachten etc. – nun doch alles beim Anwalt. Und die Hausqualität lässt auch zu wünschen übrig: so ist zB zwischen EG und OG die Decke nicht ausreichend schallisoliert, so daß man jeden Schritt im OG unten im EG hört. Und beim Wäsche waschen im OG wackeln im EG in der Küche die Gläser im Schrank (trotz laut Wolf-Haus “alles-lösender” Antivibrationsmatte under der WaMa).

        Ich wünsch Euch alles Gute bzw. Bessere, würde mich aber nach den zahlreichen Rückmeldungen auf mein Blog aber wundern, wenn dem so wäre.

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